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Hier nun in Tagebuchform der Ablauf im Krankenhaus
"Check-in" in der Geisenhofer Klinik in München www.geisenhofer.de
Hier ein paar Fotos von meinem Zimmer:
Blick aus dem Fenster:
Gegen 17.00 Uhr kamen meine Mutter und ich in der Klinik an und ich bekam mein Zimmer zugewiesen
Die Klinik hat Charme und wirkt nicht wirklich wie ein Krankenhaus man könnte sie auch für eine Kurklinik halten
Es werden überwiegend Kinder dort entbunden
Verschiedene Ärzte aus unterschiedlichen Gebieten haben dort Belegbetten
Die Schwestern waren ausnahmslos freundlich, herzlich und zuvorkommend
Die Narkoseärztin schaute vorbei und klärte die notwendigen Punkte für die OP
Gegen abend kam der Professor und markierte den Bauch
Ich bekam eine Beruhigungstablette die leider überhaupt nicht wirkte
Natürlich überfiel mich an diesem Abend die nackte Angst
Es war soweit - ich musste Abschied von meiner lieben linken Brust nehmen
Weinend schlief ich irgendwann erschöpft ein
06.30 wurde ich geweckt und habe geduscht
Die Schwester kam und gab mir die zweite Beruhigungstablette
Gegen 07.15 Uhr wurde ich in den OP gefahren
Im schicken OP Hemdchen ;o)
Ein Narkosepfleger legte mir die Infusionsnadel und dann kam auch kurz darauf die Narkoseärztin und sagte sie würde mir jetzt etwas zur Beruhigung spritzen….
…ab da weiß ich nichts mehr ;o)
An Uhrzeiten kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Es dürfte vormittags gewesen sein. Ich durfte das erste Mal aufstehen
„Klasse“ dachte ich „Du wirst nie mehr aufrecht gehen können, gewöhne Dich daran wie ein Höhlenmensch zu laufen“ ;o) Der Bauch war SO straff, dass ich mich nicht aufrichten konnte
Also in gebückter Haltung die Zähne geputzt, vorher mit Hilfe von zwei Schwestern zum Waschbecken gehumpelt …. Kurze Zeit später Umzug ins „normale“ Zimmer
Jetzt galt es zu hoffen und zu beten , dass die Brust gut anwächst. Die nächsten 5 Tage sollten die kritischen sein. Ich lag gut verpackt unter einer Wärmedecke und hatte zusätzlich eine Art Schafsfell
auf der Brust liegen. Hier ein paar Fotos:
Die Wärmedecke kann man sich gut als hauchdünne Luftmatraze aus Papier vorstellen an deren Ende ein Schlauch mündet durch den ca. 38 Grad warme Luft geblasen wird. *schwitz*
Diese Decke war insgesamt 4 Tage mein Begleiter
Die Brust schaute ich mir natürlich sofort an und den Bauch auch: Hier wieder Bilder
Der Schnitt vom Bauch geht von einem Hüftknochen zum anderen, ist aber hauchdünn Hier auf den Bildern und auch auf Folgenden sind noch die Fäden drin In spätestens zwei Jahren wird die Narbe sicherlich so hell und dünn sein, wie man es von einer Blindarmnarbe kennt
Am dritten Tag durfte ich mit Erlaubnis des Professors schon einen kleinen Spaziergang durch den Englischen Garten machen. Schmerzen im klassischen Sinne hatte ich nie wirklich. Die Brust tat weh wie man „Schmerzen“ von einem Bluterguss kennt und der Bauch spannte von der Haut her, vergleichbar wie bei einem Sonnenbrand. Aber wirkliche Schmerzen hatte ich nicht. Mir tat durch das viele Liegen auf dem Rücken einfach nur der Rücken weh und am 5 Tag bekam ich deshalb Quaddeln gespritzt weil der Rücken und die Schulterpartien sehr verspannt waren
Nach dem die 5 kritischen Tage um waren und ich die neue Brust nun endgültig für immer in meinem Leben begrüßen durfte, warteten wir noch auf das endgültige histologische Ergebnis
Das war drei Tage nach der OP ;o)
Danach würde sich entscheiden ob es eine Folgebehandlung geben würde, die Lymphe raus müssten oder die Behandlung durch den DIEP – Flap abgeschlossen sei.
Dienstag den 1 Juni kam dann das ersehnte Ergebnis
Keine invasiven Anteile im Brustdrüsengewebe gefunden!
Juchu, das hieß keine weitere Behandlung notwendig – der Krebs bzw. das DCIS hatte sich auf die Brust beschränkt und war somit durch die Amputation komplett entfernt
Ich hatte es hinter mir
Meine Mutter und ich haben direkt einen Piccolo geöffnet und angestoßen
Einen Tag später durfte ich nach Hause fahren
Weitere Bilder vom optischen Entwicklungsprozess findet Ihr unter „FOTOS BRUST“ und „FOTOS BAUCH“
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